Lasik Augenoperation

Alternative für Kontaktlinsen / Brillenträger?

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Lasik Erfahrungsbericht

31.03.2007

 

Als Kind hatte ich noch ein perfektes Sehvermögen. 110% auf beiden Augen.

Dann, irgendwann im Teenageralter verschlechterte sich zuerst das eine drastisch, dann das andere Auge nach und nach. Wahrscheinlich aufgrund der erhöhten Belastung durch Arbeiten am Computer oder häufiges Lesen.

Als die erste Verschlechterung eintrat, ging es natürlich sofort zum Augenarzt. Minus 0,5 Dioptrien auf dem einen, -0,2 auf dem anderen – also ganz leicht Kurzsichtig. Doch etwas weiter entfernte Gesichter konnte ich nicht mehr scharf erkennen, saß ich hinten in der Klasse, bereitete mir das Abschreiben von der Tafel Probleme.

Insbesondere bei Dunkelheit war es schlimm.

Eine Brille wurde mir verschrieben, doch trug ich sie eigentlich nur zu Hause, um sie in der Schule offen zu präsentieren, dafür war ich zu eitel. Draußen auch nicht, es ging halt auch ohne.

Je älter ich wurde, desto schlechter wurden auch meine Augen. Mit 20 hatte ich schon minus 1 Dioptrien. Immer noch wenig, würden manche sagen, wenn man aber versucht sich ohne Brille durchs Leben zu mogeln, war die nicht ganz einfach. Beim Autofahren war sie aber (leider) Pflicht. Sicherlich verdankt der ein oder andere ihr sogar sein Leben ;-)
Von Sehübungen und Kontaktlinsen…

Je schlechter meine Augen wurden, und sie wurden es nur sehr langsam, zum Glück, habe ich angefangen mich für alles rund um Augen zu interessieren. In der Bücherei wurden Bücher über das Sehen und die Sehschwächen ausgeliehen. Recht interessant waren einige Werke über alternative Heilmethoden. So schwören einige Leute und sogar Mediziner, vor allem in den USA, auf diverse Sehübungen und Psychologie-Dinge, mit derer Hilfe man wieder perfekt sehen werden soll. Persönlich habe ich dies dann aber doch als mehr oder weniger großen Unfug abstempeln müssen. Sehschwächen, wie etwa Kurz- oder Weitsichtigkeit entstehen ja dadurch, dass der Augapfel zu kurz ist, laut einiger Fachbücher ist es nun unmöglich die Form des Augapfels zu verändern.

Trotzdem, es war recht interessant.

Danach fing ich an mich für Kontaktlinsen zu interessieren. Man unterscheidet zwei Arten: Weiche und harte Kontaktlinsen. Besonders die Weichen fand ich sehr interessant – hatte aber meine Bedenken mir etwas ins Auge zu tun. Außerdem habe ich schon so recht trockene Augen, besonders gegen Abend, wieso die Kontaktlinsen sich letztlich als doch nicht so toll erwiesen.
… zur Lasik Operation

Eine Brille wollte ich nicht tragen, die Sehübungen haben mir nicht wirklich geholfen und Kontaktlinsen wollte ich nicht – was tun? Über Augenoperationen hatte ich schon früher was gehört. Besonders wenn sie bei irgendeinem Prominenten falsch lief.

Doch die Zeit verging, und 2004 wurde recht positiv über die Lasik Operation im Fernsehen berichtet. Ich fand es faszinierend und besorgte mir in der Bücherei wieder ein Paar Bücher. Die meisten waren aber recht alt und im Internet fanden sich (noch) nicht viele wirklich gute Informationen.

Doch trotzdem begeisterte mich der Gedanke, wieder perfekt sehen zu können. Ein kleiner fader Beigeschmack blieb aber – wenn was schief ging? Oh, Oh. Ohne das Sehen könnte ich nicht leben. Wenn ich mir vorstelle, wie es wäre, wenn ich meine Freunde, die Menschen die ich liebe, die Natur nicht sehen könnte. Wenn ich mir vorstelle wie langweilig das Leben dann für mich wäre, …

Aber trotzdem fasste ich den Entschluss mich in eine professionelle Augenklinik zu begeben und mich dort gut informieren zu lassen.

Die Beratung war wirklich gut und ausführlich. Der Arzt sehr nett und vertrauen erweckend. Nach dem etwa eine Stunde langem Gespräch war ich mir ganz sicher: Die Femto-Lasik Augenoperation ist genau das, was ich wollte.

Bei der Femto-Lasik OP handelt es sich um eine weiterentwickelte Variante der Lasik Operation. Der Vorteil liegt darin, dass nur mit Hilfe eines Lasers gearbeitet wird. Während bei der normalen Lasik ein winziger Hobel aus Metal zum Einsatz kommt, der einen Lappen von der Hornhaut zum Teil abhobelt, damit der Laser seine Arbeit verrichten kann, kommt die Femto-Variante ohne aus. Alles wird mit dem Laser gemacht.

Zurzeit ist diese Operationsmethode die Sicherste und Schmerzfreiste. Nicht gerade billiger als die normale Variante – aber was soll’s?

Bei mir haben sich die Kosten außerdem nicht so stark ausgewirkt, da meine Privatversicherung einen recht großen Teil übernommen hat. Soviel ich weiß ist dies bei privaten Krankenkassen üblich, während die gesetzlichen da nichts bezahlen.
Die Operation

Nun gut, am Anfang des Jahres 2005 ging es mit meinem Ehemann in die Klinik. Nach einer kurzen Begrüßung ging es in den OP-Raum und dann kam schon die Operation. Ich war ziemlich aufgeregt, der Arzt fragte mich sogar, wieso ich so blass war. Dann lag ich schon mit irgendwelchen Tröpfchen im Auge und konnte bei Bewusstsein miterleben wie der Laser meine Hornhaut aufmachte, „umlaserte“ und der Lappen wieder umgeklappt wurde. Das ganze dauerte nur wenige Minuten.

Das Gefühl, dass man dabei erlebt, lässt sich schlecht beschreiben. Es war natürlich unangenehm, niemand mag es schließlich, wenn jemand oder irgendwas anderes am eigenen Auge rumfummelt. Über Schmerzen konnte ich mich zum Glück aber nicht beschweren.

Ach, noch was: Der Geruch, der kurz nach Beginn der OP aufkam war wirklich unangenehm. Soll verbrannte Hornhaut sein …

Dann war es auch schon vorbei. Wir durften nach Hause. Vorher wurde mir aber noch ein Verband aufgelegt, denn ich einige Stunden auf den Augen lassen sollte. Außerdem wurden mir einige Medikamente mitgegeben, die ich in die Augen tropfen sollte.

Und Tschüss.

Anfangs konnte ich keinen Unterschied feststellen und war etwas enttäuscht. Nach und nach konnte ich wirklich besser sehen. Es war toll. Auch weiter entfernte Texte konnte ich richtig lesen. Es war als ob ich mit Brille rumlaufen würde, ohne die Brille anzuhaben. Nur bei Gegenständen direkt vor meiner Nase hatte ich leichte Probleme. Bücher konnte ich nicht mehr so leicht lesen. Sollte ich aber auch in den ersten Tagen auch nicht, da dies die Augen zu sehr beansprucht.

Auch bei Dunkelheit hatte ich leichte Probleme. Der Arzt hat mir aber auch schon vorher mitgeteilt, dass sich eigentlich fast alle Lasik-Patienten über ein schlechtes Dämmerungssehen in der Anfangszeit beschweren.
Heute

Nach einem Jahr nach der Femto-Lasik Operation kann ich sagen, dass ich es wieder tun würde. Meine Sehleistung hat sich seitdem nicht verschlechtert, ich kann also ohne Brille und Kontaktlinsen leben. Meine Lebensqualität hat sich sehr verbessert.

Deshalb kann ich es nur jedem empfehlen. Der Gedanke, einer Operation an den teuren Augen ist zwar nicht wirklich angenehm, aber wenn man dann doch den Mut sammelt und es durchzieht, bereut man es nicht.

Zwar berichten Menschen immer wieder über fehlgeschlagene Lasik Operationen, wonach sie sogar schlechter oder gar nicht sehen konnten und auch im Fernsehen kommt hin und wieder ein Bericht über irgendwen, wer durch die Operation sein Augenlicht verloren hat. Doch dies dürften wirklich ausnahmen sein. Insbesondere wenn man die Lasik OP in Deutschland macht und nicht in irgendeinem Urlaubsland, nur um ein Paar Euro zu sparen.
Aber es muss schon jeder selbst wissen, was einem seine Lebensqualität und sein Augenlicht wert sind.

Annette F.

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