Bezüglich der Vererbung gibt es drei verschiedene Wege, über die das mutierte Gen an Nachkommen weitergegeben werde kann:
Bei 25% aller Fälle handelt es sich um die autosomal-dominante Form, bei welcher die Krankheit in der Regel von Generation zu Generation stets weitergegeben wird. Der Name rührt daher, dass in diesem Falle das krankheitsauslösende Gen dominant ist, was bedeutet, dass es zu einer 50%igen Wahrscheinlichkeit an Nachkommen weitergegeben wird (50 % da jede Erbinformation zwei mal vorhanden ist und immer noch die Chance besteht, dass das gesunde Gen des Genträgers weitergegeben wird, was bedeuten würde dass die Nachkommen kein Retinitis pigmentosa auslösendes Gen weitergegeben bekommen).
Die autosomal- rezessive Vererbungsform ist mit 60% die Häufigste. Wer an autosomal- rezessiver Retinitis pigmentosa erkrankt, hat von beiden Elternteilen jeweils ein krankheitsauslösendes Gen geerbt. Hierbei können die Eltern auch lediglich Genträger, aber selbst nicht erkrankt sein.
Etwa 15 % aller Betroffenen erkranken an x-chromosomal- rezessiver Retinitis pigmentosa, bei welcher die für die Krankheit verantwortliche Genveränderung auf dem x-Chromosom lokalisiert ist. Bei Frauen gelingt es dem gesunden Gen auf dem zweiten x-Chromosom über das kranke Gen zu dominieren und es somit unschädlich zu machen. Das männliche Y-Chromosom kann das kranke Gen jedoch nicht ausgleichen, woraus resultiert, dass bei dieser Vererbungsform nur Männer erkranken.
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