Ein Spiegel der Seele sind die Augen. Etwas mystisches, schönes, zauberhaftes. Doch lange sind die Augen kein Mysterium mehr.
Dachte man im schrecklichen Mittelalter dass die Augen mit Strahlen die Umgebung abtasten, so weiß man doch heute eine Menge über die Augen. Ihren Aufbau, ihre Funktionsweise.
Und man weiß über ihren Wert bescheid – obwohl, dass taten die Menschen wahrscheinlich immer.
Das runde Auge liegt in der Augenhöhle, wo es von 6 verschiedenen Muskelnbewegt werden kann.
Rundherum
Das Auge selbst ist von einer schützenden, recht dicken Lederhaut umgeben, welche das Auge zum einen vor Verletzungen schützen soll, zum anderen das Auge in Form hält. Die Hornhaut vorne ist übrigens die durchsichtige Fortsetzung der Lederhaut.
Unter der dickeren Lederhaut befindet sich die dünne Aderhaut, die dem Zweck dient das Auge mit Nährstoffen zu versorgen. Hierzu ist sie sehr gut durchblutet, transportiert die Nährstoffe und den Sauerstoff durch die feinen Äderchen.

Vorne befindet sich, wie schon erwähnt, die Hornhaut. Dahinter ist die Iris, die Regenbogenhaut des Auges. Die runde Öffnung in ihr ist die Pupille. Man kann es sich wie bei einem Objektiv bei einer Kamera vorstellen. Zieht sich die Iris zusammen, so wird die Pupille größer, mehr Licht fällt in sie und desto besser sieht man im Dunkeln. Vergrößert sich die Iris hingegen und wird die Pupille deshalb kleiner, so kommt weniger Licht ins Auge, und man kann auch am hellsten Tag gut sehen.
Die Strahlen kommen auf die runde Hornhaut auf, werden durch sie zur Mitte Richtung Pupille gebrochen, gehen durch diese hindurch treffen auf die Linse, die die Strahlen nochmals bündelt und bricht.
Dann durchqueren die Strahlen den Glaskörper des Auges. Der Glaskörper ist, wie eben Glas durchsichtig und relativ groß.
Letztlich kommen die Strahlen auf der Netzhaut des Auges auf. Durch die Brechung an der Hornhaut und der Linse wird die Welt auf der Netzhaut auf dem Kopf abgebildet.
Die empfindlichen fürs Farbsehen verantwortlichen Zäpfchen und die Stäbchen, die alles schwarz-weiß sehen, werden durch die eintreffenden Strahlen gereizt.
Tagsüber kann der Mensch mit seinen ca. 6 Millionen Zäpfchen die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau sehen. Für jede dieser Farben ist eine bestimmte Zäpfchen Art zuständig. So erkennen wir, ob ein Objekt lila ist, oder eben gelb.
Zusätzlich befinden sich auf der Netzhaut unglaubliche 120 Millionen Stäbchen die für das Schwarz-Weiß sehen verantwortlich sind. Mit ihnen erkennen wir Linien und können Kontraste wahrnehmen.
Jedes der 6 Millionen Zäpfchen ist jeweils mit einer Nervenfaser verknüpft und gibt ihren eigenen Reiz separat weiter. Mit ihnen sieht man deshalb extrem scharf. Die unzähligen Stäbchen hingegen sind immer nur Gruppenweise mit einer Nervfaser verbunden, so dass sie alles eher verschwommen sehen. Dafür brauchen sie aber erheblich weniger Licht.
Tagsüber sehen wir also vor allem mit den Zäpfchen, die von den Stäbchen unterstützt werden. Nachts in der Dunkelheit hingegen sind wir überwiegend auf die Stäbchen angewiesen.
Sollen die Stäbchen bei Nacht gut funktionieren, so benötigen sie hierfür einen speziellen Farbstoff. Das so genannte Sehpurpur. Ohne das Sehpurpur könnte man bei Nacht fast Überhautnichts sehen. Jede Nacht, oder wenn wir uns in Dunkelheit begeben bildet der Körper schnell Sehpurpur. „Wir gewöhnen uns an die Dunkelheit“.
Blicken wir einen Gegenstand oder eine Person an, so betrachten wir sie mit unseren Zäpfchen auf der Netzhaut. Wir sehen alle Details. Die Zäpfchen sind deshalb in der Mitte der Nethaut angeordnet. An einer bestimmten Stelle, der Makula befinden sich mehr Zäpfchen als anderswo auf der Netzhaut. Dort sehen wir dann alles am schärfsten.
In den Randbezirken der Netzhaut sind hingegen die Stäbchen öfters vertreten. Wenn wir im Augenwinkel eine plötzliche Bewegung sehen, so sehen sie die Stäbchen.
In der Vergangenheit waren sein deshalb enorm wichtig, da man so vor Gefahren gewarnt wurde. Aber auch heute sind sie sehr wichtig, nur das die Gefahren keine wilden Tiere oder feindlichen Eingeborene mehr sind sondern eher Autos.
So wie wir auch einen Punkt haben, wo wir ausgezeichnet sehen, so haben wir auf der Netzhaut auch einen Punkt, wo wir schlecht, eigentlich gar nichts sehen. Dieser Punkt heißt passender weise Blinder Fleck. Das ist dort, wo der dicke Sehnerv vom Gehirn an das Auge „angeschlossen“ ist.
Über den schon erwähnten Sehnerv werden die Sehinformationen von den Zäpchen und Stäbchen unbearbeitet an das Gehirn weitergeleitet. Dort werden die Signale verarbeitet, das Bild richtig hingedreht und das fertige Bild hergestellt. Man sieht.
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