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Sehen im Gehirn

01.04.2007

 

Erst in unserem Kopf wird das Bild fertig gemalt Wir waren ja schon soweit, dass die Zäpfchen und die Stäbchen auf unserer Netzhaut von den Strahlen stimuliert wurden und Nervimpulse ausgaben. Die Impulse laufen über den Sehnerv in die primäre Sehrinde im hinteren Teil des Gehirns.
Vorbereitungen für die Weiterverwendung
In der Primären Sehrinde wird das von der Netzhaut gelieferte Bild erstmal zerlegt. Dabei werden nur einfache Eigenschaften wie die verschiedenen Farben, ihre Intensität, Kontraste und Konturen berücksichtigt.

Die so vorgekauten Signale werden nun auf zwei unterschiedliche Wege geschickt. Nach unten auf der Was-Bahn zu den Schläffenlappen. Dort erkennt man die Bedeutung der Kontraste und Strukturen. Einem runden Objekt wird dort das Attribut „rund“ gegeben. Die Schläffenlappen sind zudem für das Lesen zuständig.

Die andere Bahn, die im Gehirn nach oben führt ist die Wo-Bahn. Die Signale werden zu dem Scheitellappen im Gehirn transportiert, wo das räumliche Sehen erfolgt. Wir erfahren dort also ob ein Auto nah dran ist, ob es weiter weg ist, oder ob es gar auf uns zukommt. Um zu sehen, braucht der Scheitellappen Dinge, die er mit dem angesehen Objekt vergleichen kann.

Ein kleiner Mann wirkt neben einem großen Mann kleiner und umgekehrt. Das räumliche Sehen kann durch Tricks leicht ausgetrickst werden. So genannte Sehtäuschungen kennt jeder. Der Grund dafür ist der, dass egal was wir sehen ein Bild oder einen Baum in der Realität, unsere Scheitellappen versuchen das Bild in 3D darzustellen. Ein Computerspiel wäre so ein Beispiel. Wir sehen eigentlich nur den zwei dimensionalen Bildschirm, und doch erscheint ein 3D-Spiel räumlich…

Weiter geht’s zu dem Frontallappen. Dort wird das Bild anhand der Wichtig der einzelnen Objekte analysiert. Ist der auf uns zulaufende Mann wichtig, oder die unauffällige Taube im Hintergrund.

Das wir unseren Blick auf den Mann richten und die Taube genauso schnell vergessen wie wir sie gesehen haben, dafür ist der Frontallappen zuständig.

Wieso wir traurig werden, wenn wir ein totes Kätzchen sehen? Ob wir überhaupt bei einem Anblick traurig werden, dass hängt von der Amygdala in unserem Gehirn ab. Schauen wir etwas Schönes an, so freuen wir uns. Schauen wir in die Ferne, so schweifen wollen auch wir dahinschweifen.

Im Hippocampus, tief im Gehirn wird darüber entschieden, ob das Gesehene wert ist, gespeichert zu werden. Die erwähnte Taube ist es sicherlich nicht… Zudem werden im Hippocampus die Objekte mit Assoziationen verknüpft. Beim Anblick von Schokolade denkt man gleich an den Geschmack der Schokolade. Ihre Form, usw.

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